Abschnitt 7 - Von der Hessischen Schweiz nach Eschwege (16 km)

Ab dem Etappenwechsel mitten im Wald führt die Wanderung in einem weiten Bogen oberhalb des Dorfes Hitzelrode herum und gibt bald an mehreren aufeinanderfolgenden Aussichtspunkten den Blick auf den in einem schmalen Talkessel liegenden Ort sowie die sich darum erhebenden Gebirgszüge frei. Bevor Sie die felsigen Aussichtspunkte mit ihren auffälligen Namen besuchen, kommen Sie an einem alten Kalkbrennofen vorbei.

Als erster der Aussichtspunkte wird der Wolfstisch erreicht, dann geht es weiter zum Pferdeloch, daran schließt sich die Salzfrau an.

Nach gut 700 m wird in einem Kiefernwäldchen eine Kreuzung mit einem Rastplatz erreicht. Ignorieren Sie den Wegweiser hier mit dem Hinweis, dass es nach Neuerode noch 2 km nach rechts sind. Sie wandern noch rund 200 m geradeaus bis zu einer kleinen Lichtung, halten sich rechts und knicken dann gleich wieder auf den Pfad scharf rechts ab. Zu sehen sind zahlreiche Grenzsteine, die mit den Kürzeln KH (Kurfürstentum Hessen Kassel) und KP (Königreich Preußen) hier schon im 19. Jh. die Grenzen markierten. Heute markieren sie die Grenzlinie zwischen Hessen und Thüringen. Hoch oberhalb des kleinen thüringischen Dorfes Kella zieht sich der Weg entlang des mit Laubbäumen bewaldeten Hanges zum Aussichtspunkt Silberklippe.

Kurz vor dem Aussichtspunkt heißt es aufgepasst: Unmittelbar bevor der Weg ein paar Schritte steil nach rechts zur Silberklippe hinaufführt, befindet sich wenige Meter weiter eine Felsspalte, die durch Laub unter Umständen nicht sofort erkennbar ist.

Die Blicke schweifen von der Silberklippe ins Eschweger Becken mit den Leuchtbergen und dessen Bismarckturm, dem Wahrzeichen Eschweges, hin zu Boyneburg, Thüringer Wald und Hainich. Ein unvergesslicher Anblick ist es, wenn sich aus dem mit Nebel gefüllten Eschweger Becken die Leuchtberge wie Inseln aus einem weißen Meer erhebt. Wenn zudem die Dämmerung hereinbricht und der Bismarckturm in gelblichem Scheinwerferlicht erstrahlt, dann wird der Moment zu einem unvergleichlichen Augenblick!

Mit dem Verlassen der Silberklippe entfernen Sie sich auch von der Grenze zu Thüringen. Nach wenigen Minuten erreichen Sie eine Kreuzung. Biegen Sie hier links ab, halten Sie sich gleich drauf rechts und sofort erneut nach links. Der Weg bringt Sie nun beständig den Berg hinunter, dabei ist das letzte Stück vor Neuerode extrem steil, hinsichtlich der Wegoberfläche aber dennoch gut zu laufen. Am Ende des Gefälles kommen Sie zum Wanderparkplatz „Alter Steinbruch“ und wandern auf dem befestigten Weg in den Ort. Wenige Schritte nachdem Sie die ersten Häuser passiert haben, wenden Sie sich nach rechts und steigen zwischen den Häusern den Wiesenweg hinunter bis zur Straße Hinter den Höfen. Hier nach rechts, dann sind es nur noch wenige Schritte bis zur Durchgangsstraße (Steinweg) und damit in die Dorfmitte. Von der Durchgangsstraße (L3424) zweigt die Straße Lehmkaute ab. Vorbei an einem historischen Spritzenhaus und dem Friedhof verlassen Sie Neuerode und biegen am Ortsausgang nach rechts auf den Wiesenweg ab. Nach gut 200 m halten Sie sich wieder rechts und wandern hinab ins Tal, durch das der schmale Schambach fließt. Vor den Weideflächen und dem Bach wenden Sie sich nach links und folgen dessen Verlauf entlang des Waldrandes. Nach ca. 2,1 km weitet sich das schmale Tal, der Weg macht eine Rechtskurve, wobei der Bach überquert wird. Nach einigen Schritten biegen Sie auf den Feldweg nach links ab und blicken bereits auf die Stadt Eschwege mit ihren Fachwerkhäusern, Geschäften und schönen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Nach ein paar Minuten ist die Kreisstraße K3 erreicht, der Sie für etwa 120 m nach links folgen, um dann wieder nach rechts auf den Feldweg abzubiegen. Links von Ihnen fließt inmitten der Wiesenflächen der Schambach entlang, um nach ein paar hundert Metern in die Werra zu münden. Nach ca. 375 m stoßen Sie nahe des Werraufers auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg, dem Sie nach links folgen. Den Schambach überqueren Sie ein weiteres Mal nach wenigen Metern, wo Sie Ihren Füßen an einer eingerichteten naturbelassenen Wassertretstelle eine Erfrischung gönnen können. Dann schwenken Sie auf den nach links abzweigenden Feldweg ein und halten sich an der nächsten Weggabelung rechts. Es folgen ein paar Kurven, dann wandern Sie beständig am Seeufer des Meinhardsees (mit Strandbad) und eines Campingplatzes entlang.

Foto: Meinhardsee

Am Haupteingang des Campingplatzes vorbei, geht es über eine Brücke, dann sofort wieder rechts auf einen Feldweg und am nächsten Abzweig nach links auf den Wiesenweg. Dieser führt schnurstracks zu einem weiteren Wiesenweg nahe der Werra, auf den Sie nach links abbiegen. Mit ein paar Metern Abstand folgen Sie dem Flusslauf Richtung Eschweger Innenstadt. Nach dem Unterqueren der B249 ist bald der Stadtrand erreicht. An der T-Kreuzung biegen Sie links ab in den Eschenweg. Dann geht es über eine Brücke in Richtung historische Altstadt. Die Brückenstraße führt Sie über eine zweite Werrabrücke geradewegs in die Fußgängerzone (Stad). Von hier aus sind sämtliche Sehenswürdigkeiten Eschweges in wenigen Minuten zu erreichen, zum Bahnhof sind es etwa 1,2 km. Die vorhandenen Schilder weisen Ihnen die Richtung.

Für Übernachtungsmöglichkeiten kontaktieren Sie die Tourist-Information.

Foto: Werra und Werratalsee

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